Zukunft des Strommarktes // Bundeskanzlerin trifft sich mit Energiewirtschaft
4. Mai 2012
Wie die F.A.Z. berichtete, hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Spitzenvertretern der Energiewirtschaft getroffen. Begleitet von Forderungen nach Hilfen für Gaskraftwerke stand im Mittelpunkt der Gespräche die Gestaltung des Strommarkts. Angela Merkel (CDU) will mit der Energiebranche rasch klären, wie viele neue Gaskraftwerke nötig sind, um den Atomausstieg bis 2022 zu schaffen.
Ein Jahr nach der Atomwende warnt die Bundesnetzagentur abermals vor Engpässen in der Stromversorgung, wie die F.A.Z. berichtet. Im vergangenen Winter hätten die Netzbetreiber allein drei Mal auf die Kaltreserve zurückgreifen müssen, um einen Stromausfall zu verhindern.Im Jahresbericht 2011 der Bundesnetzagentur wird deutlich zwischen energiepolitischer Vision und kurzfristigen Erfordernissen der sicheren Energieversorgung unterschieden. Demnach sei vieles wie beispielsweise neue Speichertechnologien zwar mittel- bis langfristig machbar. Wenn aber die kurzfristige Versorgungssicherheit gefährdet würde, gefährde dies auch das Erreichen langfristiger enegeriepolitischer Ziele.
dena-Studie // Energieeffiziente Modernisierung rechnet sich
18. April 2012
Die größten Energieeinsparpotenziale liegen in Deutschland im Gebäudebestand: Durch eine fachgerechte Sanierung und moderne Anlagentechnik können bei bestehenden Gebäuden bis zu 80 Prozent Energie eingespart werden. Der zweite Teil der dena-Sanierungsstudie analysiert die Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Das Ergebnis: Die Mehrkosten für energetische Maßnahmen können über die Energieeinsparung refinanziert werden.
Die Windkraft-Branche ist gut aufgestellt. Das geht aus den Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor, wonach die Produktion von Windstrom im ersten Quartal des Jahres 2012 um mehr als 4.000 Gigawattstunden gestiegen sei. Vor Jahresfrist konnten die Windmüller noch 11.594 Gigawattstunden auf ihrem Konto verbuchen. Rechnerisch lassen sich mit dem neuen Ergebnis knapp 40 Prozent aller deutschen Privathaushalte versorgen.
Der japanische Technologiekonzern Kyocera plant im Süden Japans eines der größten Solar-Kraftwerke des Landes, wie Greenpeace berichtete. Das in Kyoto ansässige Unternehmen habe am Dienstag bekanntgegeben, dass die Solaranlage mit einer Kapazität von 70 Megawatt auf einer Fläche von rund 1,3 Millionen Quadratmetern in der Stadt Kagoshima entstehen soll. Mit dem Bau soll in diesem Juli begonnen werden.
Wirtschaftswachstum lässt Kohlendioxidemission steigen
11. April 2012
Deutschland droht die ausgegebenen Ziele zur Vermeidung von Treibhausgasausstoß zu verpassen. „Mit den bisherigen Maßnahmen kann das Ziel nicht erreicht werden“, sagt Hans-Joachim Ziesing, der die Energiewende im Auftrag der Bundesregierung überwacht, der F.A.Z.
Nachhaltigkeitsrat fordert von Regierung Verbindlichkeit für Energieeffizienz
5. April 2012
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) fordert die Bundesregierung in einem Fünf-Punkte-Katalog auf, den effizienten und sparsamen Umgang mit Energie verbindlich und wirksam zu regeln. Das geht aus der Empfehlung hervor, die der Nachhaltigkeitsrat an die Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, für Bildung und Forschung sowie an den Bundesminister des Inneren gesandt hat. Es sei bislang unklar, wie die Bundesregierung eine zehnprozentige Verbrauchsminderung bis 2020 erreichen will, die sie im Gesetzespakt zur Energiewende beschlossen hat. Die Wirtschaft und alle an der energetischen Gebäudesanierung Beteiligten warteten auf entscheidende politische Impulse.
Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des BP Statistical Review of World Energy hat Christof Rühl zusammen mit den Wirtschaftsfachleuten bei BP einen Ausblick bis ins Jahr 2030 gewagt. Welche Energie werden wir in 20 Jahren nutzen? Verdrängen erneuerbare Energie die klassischen Energieformen Öl und Gas? Die Vorhersagen über die künftige Entwicklung beziehen sich auf einen so genannten "Base Case" – eine Hochrechnung mit der größtmöglichen Wahrscheinlichkeit.
Durch den Aufstieg der Schwellenländer wächst die Nachfrage nach Energie
2. April 2012
Die Energiewende ist eingeleitet. Zumindest in Deutschland. Doch werden wir sie auch erfolgreich umsetzen können? Und welche Auswirkungen hat dieser nationale Schritt in globalem Maßstab? Fest steht: Was Deutschland oder Europa tut, hat für die Energieversorgung der Welt nur begrenzte Bedeutung. Zu gegenläufig sind die globalen Trends, zu ungünstig die ungleichgewichtige Ressourcenverteilung und zu mächtig die wirtschaftlichen und politischen Ambitionen neuer Machtzentren.
Energieeffizienz rechnet sich // Berechnungstool "Lifecycle Cost Evaluation" (LCE)
27. März 2012
Betrachtet man den Lebenszyklus einer Produktionsanlage, zahlen sich Energieeffizienzsteigerungen mehrfach aus. Dies ist gut für die Umwelt und den Geldbeutel des Unternehmens. Das kostenlosen ZVEI-Tool macht eine Berechnung möglich: "Lifecycle Cost Evaluation" (LCE) veranschaulicht anhand von konkreten Anwendungsfällen die gesunkenen Energiekosten.