Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) hat sich auf Richtlinien gegen eine Ausbeutung der Agrarressourcen armer Länder geeinigt. Sie verabschiedete am Freitag in Rom Leitlinien zur verantwortungsvollen Nutzung von Landflächen, Wäldern und Fischereigründen. Durch die von der FAO vorgesehene freiwillige Verpflichtung soll das sogenannte land grabbing eingedämmt werden, bei dem Firmen oder Regierungen in Entwicklungsländern Land kaufen oder pachten, um Lebensmittel für den Export zu produzieren. Damit wird häufig der örtlichen Landwirtschaft die Grundlage entzogen.
Deutschland und der Weg zur Green Economy // German Watch veröffentlicht Hintergrundpapier zur Rio20+-Konferenz
8. Mai 2012
Green Economy – was ist das und worüber wird gesprochen? Das von German Watch veröffentlichte Hintergrundpapier möchte in die deutsche und internationale Debatte einführen, grundlegende Begrifflichkeiten klären und darüber hinaus konkrete Politikvorschläge formulieren. Im Vordergrund stehen die Themen Nachhaltigkeit, Klima, Energie, Landwirtschaft und Unternehmensverantwortung.
Ein Jahr nach der Atomwende warnt die Bundesnetzagentur abermals vor Engpässen in der Stromversorgung, wie die F.A.Z. berichtet. Im vergangenen Winter hätten die Netzbetreiber allein drei Mal auf die Kaltreserve zurückgreifen müssen, um einen Stromausfall zu verhindern.Im Jahresbericht 2011 der Bundesnetzagentur wird deutlich zwischen energiepolitischer Vision und kurzfristigen Erfordernissen der sicheren Energieversorgung unterschieden. Demnach sei vieles wie beispielsweise neue Speichertechnologien zwar mittel- bis langfristig machbar. Wenn aber die kurzfristige Versorgungssicherheit gefährdet würde, gefährde dies auch das Erreichen langfristiger enegeriepolitischer Ziele.
Am 4. Juni findet der Aktionstag Nachhaltigkeit statt. In ganz Deutschland stellen Unternehmen, Verbände, Initiativen und Projekte Ihre Ideen und Vorstellungen von einem zukunftsfähigen Deutschland und einer lebenswerten Welt vor. Der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung initiierte Aktionstag flankiert den Rio+20-Gipfel, die in zwei Wochen in Rio de Janeiro stattfindende Weltkonferenz der Vereinten Nationen. Anmeldungen für den Aktionstag sind noch bis zum 4. Juni unter www.aktionstag-nachhaltigkeit.de möglich.
Wer will, der kann auch, soll sogar: ausgewählte Landkreise und Kommunen werden jetzt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf ihrem Weg in eine nachhaltige Stadtentwicklung mit bis zu 250.000 Euro unterstützt. Insgesamt stehen der Initiative „ZukunftsWerkStadt“ rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. Unterstützt werden beispielsweise die Landeshauptstadt Stuttgart, die den Fußverkehr stärken möchte oder die süddeutsche Kreisstadt Konstanz, die den durchschnittlichen Energieverbrauch der Bewohner massiv absenken möchte.
Hannover Messe 2012 // Green Intelligence im Fokus
23. April 2012
„Green Intelligence“ lautet das Motto der diesjährigen Hannover Messe. Bis Ende der Woche zeigen knapp 5000 Aussteller aus 70 Ländern ihre Lösungsvorschläge zu Klima- und Umweltschutz oder Energieeffizienz. Zahlreiche Foren und Fachkonferenzen ergänzen das Themenfeld. So beispielsweise die die Teilmesse Metropolitan Solutions, die sich dem demographischen Wandel widmet. Oder die Fachkonferenz "Mit Green Technology auf der Überholspur", die das Geschäftsfeld der grünen Technologieentwicklung beleuchtet.
dena-Studie // Energieeffiziente Modernisierung rechnet sich
18. April 2012
Die größten Energieeinsparpotenziale liegen in Deutschland im Gebäudebestand: Durch eine fachgerechte Sanierung und moderne Anlagentechnik können bei bestehenden Gebäuden bis zu 80 Prozent Energie eingespart werden. Der zweite Teil der dena-Sanierungsstudie analysiert die Wirtschaftlichkeit energetischer Sanierungsmaßnahmen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Das Ergebnis: Die Mehrkosten für energetische Maßnahmen können über die Energieeinsparung refinanziert werden.
Nachhaltige Investments // Nicht alles Gold, was glänzt
18. April 2012
Einer Studie zufolge investieren sogenannte nachhaltige Fonds Geld von Anlegern häufig in nicht allgemein als ökologisch, sozial oder ethisch akzeptierte Kapitalanlagen. Jeder von zehn analysierten Aktienfonds habe etwa in den Bereich Atomkraft investiert, heißt es in einer am Dienstag in Berlin von den Grünen veröffentlichten Untersuchung. Auch steckten Fonds Anlegergeld häufig in Öl- und Gasindustrie sowie die Rüstungsbranche.
Bundesregierung will Bürgerbeteiligung bei großen Verkehrsprojekten stärken
18. April 2012
Große Verkehrsprojekte wie der Bau von Autobahnen, Schienenstrecken, Flughäfen oder Schleusen dauern Jahre und werden von den Anwohnern häufig abgelehnt. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, die Bürgerbeteiligung zu verbessern und gleichzeitig den Bau großer Verkehrsprojekte zu beschleunigen. Das Gesetz zur "Verbesserung der Öffentlichkeitsbeteiligung und Vereinheitlichung von Planfeststellungsverfahren" (PlVereinhG) soll nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens im Herbst in Kraft treten. Ein Handbuch soll Planung und Durchführung für Behörden und Projektträger erleichtern. Die Publikation zeigt, die Anliegen besser kommuniziert und die beteiligten Gruppen angemessen "mitgenommen" werden können.
Die Windkraft-Branche ist gut aufgestellt. Das geht aus den Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor, wonach die Produktion von Windstrom im ersten Quartal des Jahres 2012 um mehr als 4.000 Gigawattstunden gestiegen sei. Vor Jahresfrist konnten die Windmüller noch 11.594 Gigawattstunden auf ihrem Konto verbuchen. Rechnerisch lassen sich mit dem neuen Ergebnis knapp 40 Prozent aller deutschen Privathaushalte versorgen.
Solarstromproduktion steigt im ersten Quartal um über 40 Prozent
11. April 2012
Die Solarstrom-Erzeugung in Deutschland sei im ersten Vierteljahr 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 40 Prozent gewachsen auf insgesamt 3,9 Milliarden Kilowattstunden, wie der Bundesverband Solarwirtschaft mitteilte. Das entspricht dem Stromverbrauch von rund vier Millionen Haushalten. In den letzten drei Jahren sei der Solaranteil an der deutschen Stromversorgung damit von einem auf rund vier Prozent gewachsen, berichtet der Verband.
Wirtschaftswachstum lässt Kohlendioxidemission steigen
11. April 2012
Deutschland droht die ausgegebenen Ziele zur Vermeidung von Treibhausgasausstoß zu verpassen. „Mit den bisherigen Maßnahmen kann das Ziel nicht erreicht werden“, sagt Hans-Joachim Ziesing, der die Energiewende im Auftrag der Bundesregierung überwacht, der F.A.Z.
Nachhaltigkeitsrat fordert von Regierung Verbindlichkeit für Energieeffizienz
5. April 2012
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) fordert die Bundesregierung in einem Fünf-Punkte-Katalog auf, den effizienten und sparsamen Umgang mit Energie verbindlich und wirksam zu regeln. Das geht aus der Empfehlung hervor, die der Nachhaltigkeitsrat an die Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, für Bildung und Forschung sowie an den Bundesminister des Inneren gesandt hat. Es sei bislang unklar, wie die Bundesregierung eine zehnprozentige Verbrauchsminderung bis 2020 erreichen will, die sie im Gesetzespakt zur Energiewende beschlossen hat. Die Wirtschaft und alle an der energetischen Gebäudesanierung Beteiligten warteten auf entscheidende politische Impulse.
Stadtwerke und Sparkassen gemeinsam für die kommunale Energiewende
27. März 2012
Sparkassen und Stadtwerke spielen bei der Umsetzung der Energiewende vor Ort eine entscheidende Rolle. Vor diesem Hintergrund starteten der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) und der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) im März 2012 ihre Kooperation zum Thema "Gemeinsam für die kommunale Energiewende". Wie Sparkassen und Stadtwerke gemeinsam durch ihre Erfahrungen und Kompetenzen zum Gelingen der Energiewende und damit zu einem Paradigmenwechsel von der zentralen zur dezentralen Energieerzeugung beitragen können, lesen Sie hier.
Energieeffizienz rechnet sich // Berechnungstool "Lifecycle Cost Evaluation" (LCE)
27. März 2012
Betrachtet man den Lebenszyklus einer Produktionsanlage, zahlen sich Energieeffizienzsteigerungen mehrfach aus. Dies ist gut für die Umwelt und den Geldbeutel des Unternehmens. Das kostenlosen ZVEI-Tool macht eine Berechnung möglich: "Lifecycle Cost Evaluation" (LCE) veranschaulicht anhand von konkreten Anwendungsfällen die gesunkenen Energiekosten.
Nachhaltigkeitsberichterstattung // Auszeichnung der Besten
26. März 2012
Deutschlands beste Nachhaltigkeitsberichte kommen von BMW und der Öko-Brauerei Neumarkter Lammsbräu. In den zwei Wettbewerben des IÖW/Future-Rankings für Großunternehmen (Ergebnisse Großunternehmen) und Mittelständler (Ergebnisse KMU) erzielten die Unternehmen die beiden ersten Plätze. Am 27. Februar 2012 wurden die Preise in Berlin von Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, und Marlehn Thieme, Kommissarische Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, überreicht. Die Preisverleihung fand in der Berliner Repräsentanz der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit statt.
Energiewende // Im Gespräch mit Bundesnetzagentur-Präsident Jochen Homann
26. März 2012
„Beim Ausbau der Energienetze gibt es Grund zur Sorge“ – ohne den schnellen Netzausbau gerät die Energiewende in eine Schieflage, warnt der neue Regulierungschef in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Zur Not müssten Kosten sozialisiert werden, um voranzukommen.
Bildung ist die Basis für eine nachhaltige Entwicklung. Deshalb haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Rat für Nachhaltige Entwicklung zu einem „Wettbewerb zur Förderung von lokalen Bildungs- und Kompetenznetzwerken für Nachhaltigkeit“ aufgerufen. Bis zu 30 Preisträger werden jeweils mit bis zu 35.000 Euro gefördert. Um teilzunehmen, müssen sich mindestens vier Partner zu einem lokalen Netzwerk zusammenschließen. Neben klassischen Bildungseinrichtungen können sich auch Kommunen, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure wie etwa Nichtregierungsorganisationen, Stadtteilgruppen, Kirchen oder Kulturinitiativen beteiligen. Im Fokus des Wettbewerbs stehen nachhaltige und innovative Technologien.
Allianz zur Rohstoffsicherung // Deutsche Industrie rückt näher zusammen
21. März 2012
Die deutsche Industrie macht bezüglich ihrer Pläne für eine „Allianz zur Rohstoffsicherung“ Ernst. Das Gemeinschaftsunternehmen soll die Rohstoffversorgung der deutschen Industrie über Projekte im Ausland sicherstellen.
Energiewende // BUND will mit 7-Punkte-Programm zum Stromsparen motivieren
20. März 2012
Das Ziel der Bundesregierung, in Deutschland bis 2020 rund 20 Prozent des Energieverbrauchs einzusparen, wird nach Einschätzung des BUND deutlich verfehlt. Eine der wichtigsten Ursachen dafür sei der nach wie vor zu hohe Stromverbrauch in Industrie und Haushalten. Um vorhandene Reserven zur Senkung des Stromverbrauchs in Deutschland zu mobilisieren, veröffentlichte der BUND ein sieben Punkte umfassendes Programm zur Steigerung der Energieeffizienz. Das Programm soll Industrie, Gewerbe und Verbraucher motivieren, bei Neuanschaffungen die jeweils sparsamsten Geräte einzusetzen.
OECD-Umweltausblick bis 2050 // Konsequenzen des Nichthandelns
19. März 2012
Der Umweltausblick der OECD fragt: „Was werden die nächsten vier Jahrzehnte bringen?“ Auf der Grundlage von Modellrechnungen, die von der OECD und der Netherlands Environmental Assessment Agency (PBL) gemeinsam erstellt wurden, wirft die Publikation einen Blick in die Zukunft: Wie könnten sich die demographischen und wirtschaftlichen Trends auf die Umwelt auswirken, falls keine ambitionierteren Maßnahmen eingeleitet werden, um eine verantwortungsvollere Bewirtschaftung der Naturgüter zu gewährleisten? Lesen Sie mehr zu den Themen Klimawandel, biologische Vielfalt, Wasser und gesundheitliche Auswirkungen von Umweltbelastungen.
Getreidestroh zu Biogas // „Tank-versus-Teller-Konflikt entschärfen
19. März 2012
Claus Sauter stellt Biogas her. Das ist zunächst nichts besonderes. Bis auf die Tatsache, dass er den Treibstoff aus Getreidehalmen herstellen möchte. Genauer: aus halmgutartiger Biomasse – und dazu zählt Stroh. Geplant ist, jährlich 20.000 Tonnen Getreidestroh zu Biomethan in Erdgasqualität zu verarbeiten. Dazu bedarf es keiner Nahrungsmittelrohstoffe: energetisch nutzbare Abfälle aus der Landwirtschaft werden zu Biomasse umgewandelt. Biokraftstoffe auf der Basis von Rapsöl, Getreide oder Zuckerrüben stehen in der Kritik. Die Produktion beanspruche zunehmend Ackerland, das für die Nahrungsproduktion gebraucht werde, meinen Kritiker. Dies treibe die Bodenpreise hoch und verteuere Lebensmittel.
Die Bundesnetzagentur erwartet in den kommenden Jahren eine Verteuerung des Stroms. Grund ist die Energiewende. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, wird sich der Haushaltsstrom um 5 bis 7 Prozent verteuern.
Heinrich Haasis im Gespräch // "Großbanken zerschlagen darf kein Tabu sein"
12. März 2012
Sparkassenverbandspräsident Heinrich Haasis beklagt, wie die EZB schwache Großbanken ohne Einlagen aus einem Liquiditätsengpass befreit und ihnen einfache Gewinne beschert. Lesen Sie mehr dazu im F.A.Z.Interview.
Mehr Licht und Energie aus hauchdünnen Molekülschichten – dahinter steckt eine kluge Idee, die zurecht mit dem Deutschen Zukunftspreis 2011 ausgezeichnet wurde. Lesen Sie mehr über organische Halbleiter, dem Stoff, aus dem unsere Zukunft gemacht sein könnte.
"Finanzgeschäfte sind kein Selbstzweck" // Im Interview mit Heinrich Haasis
12. März 2012
Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, erklärt, warum Finanzinstitute auch ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen müssen. Lesen Sie mehr dazu in unserer aktuellen Ausgabe "Verantwortung Zukunft" – Das Magazin.
Das rasante wirtschaftliche Wachstum der Emerging Markets, die Zunahme der Weltbevölkerung und der Klimawandel belasten die Ressource Süßwasser in zunehmendem Maße. Im Wettbewerb um das weltweit knapper werdende Süßwasser bieten sich daher Vorteile für diejenigen Unternehmen, die frühzeitig wasserbezogene Daten in ihrer Lieferkette erfassen und sich für eine nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wasserressourcen einsetzen.
Wachstumsdebatte // BIP ist ein geeigneter Maßstab
28. Februar 2012
Die Wachstumsdebatte wird mit heißen Nadeln gestrickt. Wohlstand ist mehr als Wachstum, sagen die einen. Armut und Umweltprobleme lassen sich aber nur mit mehr Wachstum bekämpfen, behaupten die anderen. Karl-Heinz Paqué verteidigt den Wachstumsgedanken. Für Paqué ist Wachstum der Inbegriff des Fortschritts – denn nur freie Märkte und globales Wachstum können die nötigen Dynamiken auf den Weg bringen, die den Wohlstand mit einer Stabilisierung des Klimas in Einklang bringen.
BMW Group ist das nachhaltigste DAX-Unternehmen // Platz 1 im Sustainalytics Nachhaltigkeitsrating 2011
28. Februar 2012
Die BMW Group steht erneut an der Spitze unter den DAX 30®-Unternehmen. Dies zeigte eine branchenübergreifende Studie von Sustainalytics, einer internationalen Ratingagentur für Nachhaltigkeit. Mit 83 von 100 möglichen Punkten konnte die BMW Group den ersten Platz aus dem Jahr 2009 bestätigen und das Gesamtergebnis um fast neun Punkte steigern.
Das Bundesarbeitsministerium hat den ersten Fortschrittsreport „Altersgerechte Arbeitswelt“ vorgelegt. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hat für die Situation Älterer auf dem Arbeitsmarkt die europäische Statistik (Eurostat) ausgewertet. Ergebnis: Die Produktivität der Betriebe steigt, wenn der Anteil der Älteren in der Belegschaft erhöht wird.
Wie geht es Deutschland? Gemessen am Bruttoinlandsprodukt recht gut. Ist Wohlstand aber nicht mehr als Wachstum? Und macht Wirtschaftswachstum die Menschen wohlhabender oder gar zufrieden? Dieser Frage widmet sich die von der Deutschen Bank geförderte Studie des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt, einer Denkfabrik in Frankfurt. Sie kommt zu dem Schluss, dass es eines neuen "Fortschrittindex" bedarf, der die vier Komponenten Einkommen, Lebenserwartung, Schüler- und Studierendenquote sowie den sogenannten ökologischen Fußabdruck einschließt. Demnach liegt Deustchland weltweit auf Platz 18, hinter Griechenland und Schweden.
Deutscher Nachhaltigkeitskodex // Auswirkungen auf Compliance-Einheiten
24. Februar 2012
Der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung verabschiedete Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) beschreibt die Kernanforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement von Unternehmen. Er soll den Beitrag der Nachhaltigkeit für die Wertschöpfung sichtbar machen und – so die dem DNK beigefügte Kommentierung – Reputationsrisiken und regulatorische Risiken mindern und entsprechende Chancen offenlegen. Der Deutsche AnwaltSpiegel erklärt, worauf sich die Unternehmen einzustellen haben, und welche Rolle ggf. den Compliance-Einheiten zukommt.
Das Bundeskabinett hat am 15. Februar den jüngsten Fortschrittsbericht zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Der Bericht dokumentiert auf 380 Seiten Status und Trends nachhaltiger Entwicklung in Deutschland und benennt neue Schwerpunkte der Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) begrüßt die neue Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland.
Grüne Innovationen begünstigen die Einstellung neuer Mitarbeiter
23. Februar 2012
Nachhaltige Unternehmen stellen mehr Leute ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim in Kooperation mit Prof. Jens Horbach von der Hochschule Augsburg. Die Untersuchung von Umweltinnovation auf das Beschäftigungsverhalten zeigt: Unternehmen, die umweltfreundliche Prozessinnovationen einführten, verzeichneten ein um bis zu fünf Prozentpunkte stärkeres Beschäftigungswachstum als Unternehmen, die nicht-umweltbezogene Prozessinnovationen hervorbrachten.
In Deutschland gibt es weiterhin weniger Geld für Sonnenstrom. Wie die F.A.Z. berichtet, haben sich Umweltminister Norbert Röttgen und Wirtschaftsminister Philipp Rösler auf Kürzungen bei der Einspeisevergütung für die Solarenergie verständigt. Details wurden noch nicht bekannt, für den heutigen Donnerstag ist eine Pressekonferenz angekündigt.
Alles heiße Luft? Zukunftsmarkt erneuerbare Energien
20. Februar 2012
Die Wende auf dem Energiemarkt hat begonnen – und trifft auf Gegenwind. Experten beklagen Milliardeneinbußen bei den großen Energiekonzernen und befürchten höhere Strompreise für Verbraucher und Industrie. Die Prognosen gehen sogar soweit, dass sie ganze Branchen aus Deutschland fortgefegt sehen. Dass die Änderungen Geld kosten, ist unbestritten, doch deshalb muss die Energiewende nicht gleich als Luftnummer verhöhnt werden. Die Autoren des Deutschen AnwaltSpiegels sehen viele Gründe, warum die Energiewende enormes Potential für Gesellschaft und Wirtschaft birgt. Und warum sie auf lange Sicht nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch gewinnbringend ist.
Unternehmen können von einem effizienten Umgang mit Energie profitieren. Sie sparen nicht nur Kosten, sondern können sich auch für steuerliche Vergünstigungen qualifizieren. So können produzierenden Unternehmen eine verminderte Stromsteuer beantragen. Sie müssen nachweislich einen Stromverbrauch von mindestens 1 GWh pro Jahr für den eigenen Verbrauch haben und die Energiekosten mindestens 14 Prozent der Bruttowertschöpfung betragen. Die Beantragung für eine Reduktion der Stromsteuer muss beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis zum 30. Juni 2012 erfolgen.
BSH erhält CO2-Zertifikate für umweltfreundliche Logistik
16. Februar 2012
Als erstes Unternehmen in Europa erhält die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH künftig CO2-Zertifikate für ihren umweltfreundlichen Warentransport. Europas führender Hausgerätehersteller verlagert einen Großteil seiner nationalen Gütertransporte von der Straße auf die Schiene. Dieses Vorhaben gilt als Vorzeigeprojekt im Rahmen des Kyoto-Protokolls und wurde jetzt von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) unter dem Titel „BSH Transportation Shift Project“ offiziell als Klimaschutzprojekt anerkannt.
Seit dem 6. Februar war der Strom nicht nur knapp. Nach Aussage der Bundesnetzagentur stand der deutsche Strommarkt mehrere Tage lang kurz vor dem Zusammenbruch. Ursache hierfür waren nicht Kälteeinbruch, Elektroautos oder Atomausstieg. Laut einem Bericht des Spiegels wurde der Strommarkt aufgrund von gefährlichen Handelsgeschäften in die Nähe des Zusammenbruchs geführt.
Steigende Ölpreise // Relevanz von alternativen Energiekonzepten steigt
13. Februar 2012
2011 war das teuerste Jahr für Autofahrer, aber so richtig teuer wird es erst noch. Bis 2030 steigt der weltweite Ölbedarf von 87 auf 103 Millionen Fass pro Tag. Das geht aus derLangzeitprognose für den Energiemarkthervor, die Christoph Rühl, Chefökonom bei BP, vor kurzem veröffentlicht hat. Wie sich die Ölförderung künftig entwickelt und welche Rolle energieeffiziente Konzepte spielen, erklärt der Chefökonom in einem Spiegel-Interview.
Ökobarometer 2012 // Junge Verbraucher stehen auf Bio
13. Februar 2012
Biolebensmittel finden besonders bei jüngeren Menschen immer größeren Zuspruch. So lautet eines der Ergebnisse der neuen "Ökobarometer"-Studie, die im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums durchgeführt wurde. 71 Prozent aller Befragten unter 30 Jahren gaben an, Bioprodukte zu kaufen. 16 Prozent von ihnen erwerben demnach ausschließlich oder häufig Ökowaren. 55 Prozent greifen gelegentlich zu Biolebensmitteln – eine Steigerung von 16 Prozent gegenüber der Umfrage 2010.
Acht deutsche Handelsunternehmen haben unter dem Schirm des Außenhandelsverbandes AVE eine Klimaschutzinitiative gestartet. Ziel ist es, in der weltweiten Lieferkette von Importprodukten jährlich mehrere Millionen Tonnen CO2 einzusparen. Die „Carbon Performance Improvement Initiative“ (CPI2) wird vomUmweltbundesamt fachlich begleitet und von der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH aus Mitteln des Programms „Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft“ des Bundesumweltministeriums (BMU) unterstützt. Das BMU fördert das Programm im Rahmen der „Internationalen Klimaschutzinitiative“.
Frieren wir weil die Pole schmelzen? Eine Studie ziegt einen Zusammenhang
9. Februar 2012
Im Winter ist es hier kalt. Das war schon immer so. Derzeit zittert Europa aber etwas mehr als sonst. Eine aktuelle Studie fasst die Ergebnisse einer globalen Klimaanalyse zusammen und kommt zu dem Schluss: Unsere Winter werden kälter, wenn es im Sommer an der Arktis wärmer wird. Die Studie "Impact of sea ice cover changes on the Northern Hemisphere atmospheric winter circulation" erklärt die Details.
CR-Kommunikation // Selbsttest für CR-Verantwortliche
13. Februar 2012
Auf comact.at können CR-Verantwortliche mit Hilfe eines kurzen Quick-Checks den Stand ihrer CR-Kommunikation anonym testen. Der Bereich „Statistik“ am Ende des Tests gibt Auskunft darüber, wo sich das Unternehmen im Vergleich zu anderen befindet. Die Daten werden nicht erfasst oder gespeichert. Die Ergebnisse des Tests werden im Frühjahr 2012 gesondert veröffentlicht.
Nachhaltigkeit leben – Kommunen machen Nägel mit Köpfen
9. Februar 2012
"Aller Anfang ist schwer" heißt es. Stimmt aber gar nicht. Wer eine Gesellschaft zukunftsfähig mitgestalten möchte, kann sofort damit anfangen. In zahlreichen Städten und Gemeinden gibt es bereits eine hohe Dynamik und Bereitschaft der lokalen Akteure, Konzepte für Zukunftsfähigkeit und Krisenfestigkeit zu entwickeln. Sie tun das für ihre Kommune, leisten damit aber auch einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewältigung der globalen Herausforderungen. Das Umweltbundesamt zeigt, wie das geht und hat dazu einen "Kompass" erstellt.
Deutschland wächst nachhaltig // Umweltwirtschaftsbericht 2011
9. Februar 2012
Wachstum generieren und gleichzeitig weniger Ressourcen verbrauchen – das darf kein Widerspruch mehr sein. Und ist es auch nicht. In Deutschland werden heute deutlich weniger Rohstoffe und Energie benötigt, um die gleichen Erträge wie vor zehn Jahren zu erwirtschaften. Das geht aus dem Umweltwirtschaftsbericht 2011 hervor. Demnach stieg die Energieproduktivität zwischen 1990 und 2010 um 38,6 Prozent, die Rohstoffproduktivität sogar um 46,8 Prozent.
Der Berliner Senat will die Hauptstadt bis zum Jahr 2050 auf Klimaneutralität trimmen. Das kündigte Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller Ende Januar an. Das im April 2011 vom Berliner Senat vorgestellte Energiekonzept will der Sozialdemokrat dazu überarbeiten und an die Anforderungen der bundesweiten Energiewende anpassen. Müller will unter anderem mehr Solaranlagen und Blockheizkraftwerke einsetzen und die rund 8.000 öffentlichen Berliner Gebäude mit Energiemanagementsystemen ausrüsten.
Deutschland 2030 – Zukunftsperspektiven der Wertschöpfung
2. Februar 2012
Der BDI-Arbeitskreis „Wertschöpfungsorientierte Innovationsstrategien“ legt seine Einschätzungen zur Zukunft der Wertschöpfung vor: Welche technologischen, ökonomischen und sozialen Brüche sind bis 2030 zu erwarten und welche Auswirkungen haben sie möglicherweise auf die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze in Deutschland?
„Rio+20“ // Erster Entwurf für Gipfel-Abschlussdokument liegt vor
26. Januar 2012
„Die Zukunft, die wir wollen“ – unter diesem Titel liegt seit dem 10. Januar der erste Entwurf für ein Abschlussdokument der Konferenz über nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen vor.
Zufriedenheit abseits des Ressourcenverbrauchs finden: Sebastian Nerz plädiert für einen Schlussstrich unter den Lebensstil des materiellen Überfluss. Und für ein Verlassen der Komfortzone, in der wir unsere Rechnungen von der nächsten Generation zahlen lassen. Der Vorsitzende der Piratenpartei erklärt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass Nachhaltigkeit nicht möglich ist, wenn Schuldenaufnahme, Ressourcenverbrauch und Bevölkerungswachstum weiter voranschreiten.